Intuition verstehen und fördern

Lerne deiner Intuition zu vertrauen und stärke sie mit diesen 6 Tipps


„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt

und das Geschenk vergessen hat.“

Albert Einstein


Kennst du diesen Moment, in dem du kurz innehältst und vor deinem inneren Auge ein Moment entsteht? Dieser Moment, den du im Nachhinein kommentierst mit: Hätte ich nur auf meine innere Stimme gehört!?

Wie wäre es, wenn du nicht im Nachhinein vor Augen hast, an welcher Gabelung du lieber einen anderen Weg eingeschlagen hättest? Wie wäre es, wenn du bereits beim Erreichen der Kreuzung innehalten würdest und dir erlaubst, deiner inneren Stimme zu folgen?


Was ist Intuition?

Unsere innere Stimme- das sind die Gefühle, die unter der Oberfläche liegen. Das sind die Dinge, die wir EINFACH WISSEN-PUNKT.

Gefühle und unser Unterbewusstsein lenken uns viel mehr, wie wir es im Alltagsgeschehen wahrnehmen. Wer es schafft, diese Gefühle und dieses Wissen bewusst zuzulassen, hat die Möglichkeit, viel näher bei sich zu sein. Wem es gelingt, diesen inneren Wegweiser bewusst einzusetzen, kommt schlicht leichter durchs Leben.

Dazu musst du deine Entscheidungen weder auspendeln noch wissen Tarotkarten oder andere Gerätschaften, aus dem spirituell- esoterische Bereich, mehr wie du. Es ist auch keine Frage von Talent. Niemand muss ein Medium sein, um seiner inneren Gefühle gewahr zu werden. Sie ruhen in Jedem. Und sie begründen sich auch in Jedem durch seine höchst eigene Individualität.


Das Unterbewusstsein galt lange als unerreichbarer, düsterer Ort

Lange galt das Unterbewusstsein in der Psychologie als unerreichbar. Sehr bekannt sind die Forschungen Sigmund Freuds, der sich als einer der Ersten mit dem Unterbewusstsein beschäftigte. Dieser Teil des Menschen betrachtete Freud eher als düsteren, undurchdringlichen Ort. Eine Bedrohung des ICH´s von innen heraus.


Heute wissen wir, durch Forschung, Versuche und das messen von Hirnstörmen, sehr viel mehr über das Unterbewusstsein und seine Zugänge.


Das Unterbewusstsein ist wie ein riesiger Schwamm, der ständig Sinneseindrücke aufnimmt. Nur wenig davon dringt durch die Filter bis an unsere aktive Oberfläche. Man könnte bildlich sagen: Wir nehmen Informationen mit unserem ganzen Körper auf. Sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken…bilden den Grundbaustein. Würden wir alle Sinneseindrücke ungefiltert zu uns lassen, würden wir sofort wahnsinnig werden. Deshalb verfügt das Gehirn über eine Vielzahl an hoch aktiven Filtern, deren Aufgabe es ist, nur die Informationen zu uns zu lassen, für die wir auch tatsächlich bereit sind.

Wir bleiben bildlich: Irgendwo zwischen den Reizen, die in jeder Sekunde unseres Lebens auf uns eindringen und unserem Bewusstsein liegt unser Unterbewusstsein. Wir treffen am Tag bis zu 100 000 (ja, einhunderttausend) Entscheidungen. Die meisten davon in Sekundenbruchteilen. Würden wir dazu jedes Mal unser Unterbewusstsein bemühen, wären wir schlicht überfordert. Deswegen schaltet der Mensch nach 40 Sinneseindrücken, die unser Gehirn erreichen, um auf einen anderen Speicherort- unser Unterbewusstsein. Hier lagern alle Eindrücke und Informationen, bis wir dieses Wissen brauchen und für unserer Bewusstsein abfragen. Gelangt jetzt ein kleines Bruchstück dieses Wissens in unser Bewusstsein, haben wir eine Intuition. Wir verfügen plötzlich über ein Wissen, das wir uns nicht erklären können.


Intuition lässt sich trainieren


Intuitiven Entscheidungen liegt immer eine Logik zu Grunde. Unser oberflächlicher Verstand nimmt diese Logik nur nicht immer wahr. Und genau dies lässt sich trainieren.

Intuition ist eine sehr starke und absolut positive Kraft. Sie schlummert in Jedem von uns. Manchen Menschen fällt der Zugang leichter als Anderen. Diese Menschen, die wir oft bewundern für die Zielsicherheit ihrer Entscheidungen, sind einfach intuitiver und damit näher bei sich.


Betrachtet man das aktive Bewusstsein und das Unterbewusstsein in einem Längenverhältnis, so gilt folgender Vergleich: Gehen wir also davon aus, dass unser aktives Bewusstsein ca. 2 cm lang ist, ist unser Unterbewusstsein über 11 Km lang. Dieser sehr lineare Vergleich hinkt natürlich, da Bewusstsein einer Dimension entstammt, die weder in Zeit, noch in Raum gemessen werden kann. Wir überlassen also die genau Definition den Psychologen, Philosophen, Theologen, Physikern und allen anderen Berufsständen, die sich dazu berufen fühlen und widmen uns lieber der Frage:


Wie können wir unsere Intuition stärken?

Hier ein kleiner Leitfaden:


1. Training: Gewöhn dir im Alltag an, die Strasse und die Wegkreuzung, die vor dir liegt, sehr bewusst zu betrachten. Entscheide hier ganz intuitiv. Um dies zu trainieren, fordere deine Intuition im Alltag heraus. Kleine Wahrnehmungs-“spiele“ helfen dir dabei: Während du auf den Bus wartest, entscheide: Wer von den ebenfalls Wartenden steigt zuerst ein? Welcher deiner Kollegen in der Dienstberatung wird zuerst das Wort ergreifen? Wo wird das Auto vor dir abbiegen? Diese Übungen lehren sich, deine Wahrnehmung zu schärfen und sie mehr in den Fokus deines aktiven Bewusstseins zu lassen.


2. Intuition aufdecken: Jeder von uns trifft täglich viele intuitive Entscheidungen. Beginn, diese im Alltag zu entdecken. Betrachte dich und deine Entscheidungen aufmerksam. Dann reflektiere. War dies eine intuitive Entscheidung? Und welche Ergebnisse sind daraus entstanden?

Im zweiten Schritt, betreibst du das, was man Seölbst-Kalibrierung nennen könnte: beobachte deine Hände, wenn du Entschiedungen triffst. Beobachte dich, reflektiere und lerne, auf dich zu hören.


3. Stress loslassen: Stress hemmt deine Intuition. Das ist logisch, denk man darüber nach. Stress versetzt den Körper in eine Art Alarmzustand. Wird Stress chronisch, wird er toxisch. Dein Körper befindet sich jetzt in einem Dauer-Alarmzustand. In diesem Zustand ist es deiner Intuition einfach unmöglich, zu dir durchzudringen. Versuch also bewusst, Wege zu finden, die dir eine Auszeit vom täglichen Stresserleben ermöglichen. Egal ob du Stress beim Sport, beim Yoga, in der Meditation oder einfach beim Spaziergang loslassen kannst- tu es… Jetzt- Heute- Jeden Tag ein bisschen!


4. Atmung: Atemmeditation ist ein wundervoller Weg, zu sich zu kommen und ruhig zu werden. Ängste relativieren sich und Intuition wird frei.


5. Yoga: Nichts leichter, wie das sechste Chakra zu fördern? Nicht ganz..Aber es gibt Yogaübungen, die deine Intuition direkt ansprechen. Auch Meditationen sind hervorragende Schlüssel. Doch Jeder, der länger Yoga praktiziert weiss: Intuition ist ein Weg, so wie Yoga ein Weg ist. Es gibt kein festes Ziel, an dem man ankommt und am Ziel ist. Der Weg ist hier das Ziel. Und die bewusste Wahrnehmung jeden Schrittes. Schritt für Schritt, Tag für Tag. Jeden Tag neu.


6. Führ ein Tagebuch Es ist äußerst sinnvoll ein Tagebuch zu führen. Nicht jeder Eintrag muss in einem Roman ausarten, meist reichen einige kleine Stichpunke. Es geht eher um die Refelxion- was hat mir mein Alltag geschenkt? Wie habe ich darauf reagiert? Welche Bewältigungsstrategien habe ich entwickelt? Welche haben sich bewährt? was sind meine Gefühle? Und was daraus entstandene, intuitive Entscheidungen...



Intuition ist eine tiefe, innere Achtsamkeit

Sie zu fördern führt uns auf direktem Weg zu uns selbst. Zum Kern unseres Seins. Hier finden wir die Quelle unserer Kraft. Hier ruht das Wissen um unsere biographische Färbung- aber auch das Wissen, wann es soweit ist, diese hinter uns zu lassen. Neue Wege werden von hier aus beschritten. Ein Neuanfang ist ohne Intuition nicht möglich. 



Wer sich schon länger reflexiv betrachtet, wird eins bemerkt haben: Das ist nicht das entgültige Ziel. Leben heisst, sich immer und jeden Tag zu reflektieren, intuitiv zu werden und jeden Tag seine Wege, Entscheidungen und Glaubenssätze zu hinterfragen. Intuition ist das Wissen um die Möglichkeit eines neuen Anfangs- jeden Tag.

Der Umkehrschluss liegt auf der Hand- schaffen wir es, uns selbst und jedem Tag aufs neue mit Achtsamkeit zu begegnen, können wir ganz intuitiv werden.

Fällt es dir noch schwer, Intuition aufzudecken und zuzulassen?

Yoga und Meditation sind hervorragende Begleiter auf dem Weg in dein Unterbewusstsein. Ich biete dir in Yoga My Week in dieser Woche die Möglichkeit, mit einfachen Übungsreihen, Atmung und Meditation mehr zu dir selbst zu finden, in deine Qualitäten zu kommen und achtsamer- und damit mehr bei dir zu sein.

Die Videos stehen dir bis zu zwei Wochen zur freien Verfügung und begleten sich gern in deinem Rhythmus zu mehr Intuition und auf dem Weg zum Kern deines Selbst.