Lebensmittelverschwendung vermeiden mit diesen 7 Tipps

Wie du selbst Lebensittel retten kannst- jeden Tag!

Lebensmittelverschwendung ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können- und wollen!

Nur etwa die Hälfte aller produzierten Lebensmittel wird auch gegessen. Die andere Hälfte landet im Müll. Das ist bekannt, Jedem von uns! Und es ist auf einem Planeten, der sich wie ein von Flöhen geplagter Hund schüttelt und mit Klimakatastrophen, kippenden Meeresströmungen und Wetterextremen auf die dekadente Haltung der Menschen reagiert- ein Luxus, den wir schlicht nicht haben.


Es folgt jetzt keine Klimadiskussion. Aber einige Tipps, wie du selbst ganz praktisch Lebensmittelverschwendung vermeiden kannst. Der WWF bringt das Problem auf den Punkt: In Deutschland werden pro Sekunde 313 KG Lebensmittel in den Müll geworfen. Nicht nur die Lebensmittelkonzerne, sondern du selbst kannst aktiv etwas daran ändern. Schauplatz deines Aktivismus sind Supermarkt, Kühlschrank, Küche und Kochtopf.


7 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

  • Kaufe nicht nur „schönes“ Obst und Gemüse

  • Mindesthaltbarkeitsdatum richtig bewerten

  • Saisonal und regional einkaufen

  • Plane deinen Einkauf

  • Lagere Lebensmittel richtig

  • Beachte beim Kochen Portionsgrößen

  • Verwende Lebensmittelreste kreativ


7 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung


1. Kaufe ohne Lineal

Wer einen eigenen Garten hat, weiß genau wie Gemüse und Ost aussieht. Nämlich selten, wie im Supermarkt. Die bekannte Norm-Gurke ist ein tragisches Beispiel. Kaufe also nicht nur perfekt anmutende Lebensmittel. Erlaube der Natur kleine Schönheitsfehler. Dir sei versprochen: die Lebensmittel schmecken nicht schlechter und die Haltbarkeit ist durch einen, von der Norm abweichenden, Wuchs nicht eingeschränkt. Gib krummen Gurken, kleinen Äpfeln und verwachsenen Möhren eine Chance und mach durch dein Konsumverhalten auch die Lebensmittelfirmen darauf aufmerksam, dass es ihren Kunden nicht egal ist, wenn Lebensmittel vernichtet werden, nur weil sie nicht einem imaginären Idealbild entsprechen. Mittlerweile haben viele Supermärkte reagiert und bieten entsprechend ausgewiesene Ware auch an. Jetzt ist der Konsument gefragt, diese Angebote auch zu nutzen.


2. Mindesthaltbarkeitsdaten richtig lesen und bewerten

Einen Joghurt nicht mehr zu essen, weil sein MHD am Vortag abgelaufen ist, ist absolut fahrlässig! Lerne, dir selbst zu vertrauen und mach einen Sicht- Geruchs- und Geschmackstest. Das MHD aller Lebensmittel ist so datiert, dass es den frühesten Ablauftermin benennt, um eine Orientierung zu bieten. In den allermeisten Fällen sind die Lebensmittel auch nach Ablauf dieses Datums problemlos genießbar.

Viele Bäcker bieten Brot, Brötchen und Gebäck vom Vortag an. Rumkugeln, „Granatsplitter“ und Sennelbrösel werden aus Resten hergestellt. Möchtest du, dass sie auch weiterhin daran festalten? Dann nutze diese Angebote gezielt, statt dich für den Einkauf reduzierter Ware unsinnig zu schämen.

Auch im Supermarkt selbst kannst du bewusst etwas dazu beitragen, dass zeitnah ablaufende Lebensmittel nicht weggeworfen werden müssen. Viele Supermärkte bieten Lebensmittel zu reduzierten Preisen an, bei denen das MHD demnächst abläuft. Kaufst du diese Lebensmittel gezielt ein, vermeidest du Lebensmittelverschwendung und schonst deinen Geldbeutel.

3. Kaufe Obst und Gemüse saisonal

Erdbeeren im Winter? Dieser Ausspruch aus dem Märchen „Die 12 Monate“ sollte nicht zu deiner Wirklichkeit werden. Beim Einkaufen macht es Sinn, besonders Gemüse und Obst saisonal und im Idealfall regional einzukaufen. Hierzu gibt es praktische Saisonkalender- auch als kostenlose App. Saisonal und regional einzukaufen macht gleich in mehrfacher Hinsicht Sinn. Du verringerst deinen eigenen CO2 Fußabdruck durch kurze Transportwege, unterstützt heimische Landwirte und Bauern und hilfst dabei, Sortenvielfalt zu erhalten. Zudem werden bei langen Transportwegen oft Lebensmittel beschädigt oder verderben. Diese müssen weggeworfen werden, noch ehe sie den Supermarkt erreicht haben.


4. Planung

Ein geplanter Einkauf ist stressfreier, gezielter und schützt dich davor, Lebensmittel zu kaufen, die du dann doch nicht verwendest. Diese landen garantiert im Hausmüll oder blockieren wertvollen Lagerplatz. Wie du deine Einkauf planst, habe ich dir in diesem Artikel zusammengestellt. Auch im Downloadbereich findest du unterstützende Listen und Checks.


5. Lebensmittel richtig lagern

Gleich nach dem Einkauf bietet sich dir noch eine Möglichkeit, aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung im eigenen Haushalt zu unternehmen. Die richtige Lagerung und eine gut sortierte Vorratshaltung ermöglichen es dir, deine Lebensmittel werterhaltend aufzubewahren.

Darauf bin ich in diesem Artikel schon ausführlich eingegangen. Im Downloadbereich der Seite findest du zudem eine Checkliste, die dir bei der Orientierung Unterstützung bietet.


6. Kochen mit Köpfchen

Plane bei der Zubereitung deiner Lebensmittel bewusst. Für wieviele Personen kochst du, wieviele Mahlzeiten sollen damit abgedeckt werden? Wie du richtig planst, erfährt du hier. Viele Rezepte und Apps bieten die Möglichkeit, Zutaten genau zu dosieren. Halte dich am Anfang an diese Rezepte, bis du ein Gespür dafür entwickelt hast, für wieviel Personen du welche Menge kochen musst. Eine Unterstützung bietet dir eine einfache Suchanfrage im Internet. Stichwort hierfür ist: typische Portionsgrößen.

7. Reste verkochen

Bleiben doch mal Reste übrig, überlege dir, wie du sie weiter verwenden kannst. Übrig gebliebene Nudeln werden ein super Nudelsalat. Kartoffel vom Vortag sind Grundlage für ein leckeres Gratis oder Bratkartoffeln. Hart gewordene Semmeln werden im Mixer zu Semmelbröseln oder zu Semmelknödeln weiter verarbeitet. Hart gewordenes Brot dickt deine Bratensauce an. Es gibt viele Rezepte, mit denen du aus Resten, die sonst im Müll landen würdest, noch etwas Köstliches zaubern kannst.


Hier habe ich dir einige Tipps un dkleine Rezepte für kluge Zutatenverwertung zusammengetragen:


Nuss-Nougat Kakao

Dein Nuss-Nugat-Glas ist leer? Nein ist es nicht! Die Reste kannst du durch Zugabe von heißer Milch oder Getreidemilch in einen leckeren Kakao verwandeln. Dazu einfach Milch erhitzen, in der Glas geben und gut schütteln.


Noch Wraps übrig?

Wie wäre es mit leckeren Chips? Dazu die Wraps in Dreiecke schneiden, mit Pflanzenöl bepinseln, nach Wunsch würzen und für 10 Minuten, bei 180 C im Ofen ausbacken.


Gemüsereste

Auch die Reste von Gemüse lassen sich sehr gut zu einer Gemüsebrühe weiter verwenden. Immer wenn du Möhrenstrünke, Zwiebelreste, Sellerieschalen und co übrig hast, sammelst du sie in einem Gefrierbeutel im Tiefkühlschrank. ist der Beutel voll, landet alles für 30 Min. mit einem Liter Wasser im Topf. Anschließend siebst du die Gemüsereste ab und genießt eine leckere Gemüsebrühe.


Pesto aus Blattwerk

Über Blätter von Radieschen und Kohlrabi kannst du dich ab jetzt freuen. Denn sie werden in einem Mixer, mit Öl und Salz zu einem wunderbaren Pesto.

Mein Fazit:

Lebensmittel zu verschwenden ist ein Luxus, den wir uns schlicht nicht leisten können. Es sind nicht nur die großen Lebensmittelhersteller und Supermarktketten, die gefragt sind, um Mittel und Wege zur Vermeidung zu finden. Auch du kannst ganz bewusst und jeden Tag dazu beitragen, dass nicht mehr jedes 8. Lebensmittel weggeworfen wird.

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Lebensmitteln schont Ressourcen, begegnet sozialer Ungleichheit, schont Klima, Ressourcen und zuletzt auch deinen Geldbeutel.


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