Morgenroutine- wie du wirklich effektiv in den Tag startest

Wie du dir die Vorteile von LICHT und deinen Biorhythmus zu Hilfe nimmst

Morgenstund hat Gold im Mund.

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Wer den Fuchs fangen will, muss mit den Hühnern aufstehen.


Es gibt sie und es gibt viele davon- alte Volksweisheiten, die den Morgen als beste Zeit zum Ausstehen beschreiben.

Sind diese alten Sprichwörter nur dazu geeignet den Menschen ihren, damals in den meisten Fällen meist schweren, Alltag schön zureden? Oder ist was dran am morgendlichen Ritual des Beine aus dem Bett Schwingens um frisch, wach, klar und fokussiert in den Tag zu starten?


Licht ist der Schlüssel

Aus hormoneller Sicht gesehen, ist der Morgen unsere stärkste Zeit. Hier sind wir am leistungsstärksten. Dieses Leistungshoch hält sich bis ca. 10 Uhr.

Denn das ist der Gedanke dahinter. Um mehr Leistung im Sport und mehr Produktivität bei der Arbeit aufzubringen, ist es nicht nötig den Arbeitstag zu verlängern oder Überstunden zu bemühen. Der Arbeitsalltag wird einfach ein paar Stunden vorverlegt. Durch die Unterstützung unseres Hormonsystems läuft hier einfach einiges besser.


Das hat erst einmal Nichts mit unserem persönlichen Biorhythmus zu tun. Sondern mit Licht.

In der Nacht- also in Dunkelheit- wir durch unsere Zwirbeldrüse vermehrt Melatonin, das sogenannte Schlafhormon, ausgeschüttet. Mit dem ersten Tageslicht sinkt dann der Melatoninspiegel. Gleichzeitig wird vermehrt das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Cortisol ist auch als Stresshormon bekannt und fordert und zu Höchstleistungen heraus. Der Höhepunkt der Cortisolproduktion ist je nach Lichtintensität und Jahreszeit zwischen 6:30 Uhr und 7:30 Uhr erreicht.


Unter Top-Managern ist es schon lange Trend, den Tag um 5:00 Uhr morgens zu beginnen, um das Leistungshoch zu nutzen. Manche sind nur allzu gern bereit, ihren Terminplaner für uns aufzuschlagen. Hier kann man dann lesen:

  • 5:00- aufstehen (ideale Zeit um aufzustehen)

  • 5:00- 5:45 Uhr Sport (weil man hier sein körperliches Leistungshoch ausnutzen kann)

  • 5:45 - 6:00 Uhr: Meditation (nach dem Sport lässt es sich hervorragend Meditieren)

  • 6:00- kalte Dusche (um Kreislauf und Stoffwechsel anzuregen)

  • 6:15-6:30 Lowcarb Frühstück (weil ein Lowcarb-Frühstück den Stoffwechsel auf Fettverbrennung trimmt)

  • 6:30-7:00 Nachrichten und Aktienkurse recherchieren- daran den restlichen Tag planen (weil es Sinn macht, den Tag anhand der Ereignisse zu planen, die man mit dem vollen Spektrum seiner Aufmerksamkeit gesammelt hat

und so weiter…


Du denkst jetzt, das ist Quatsch und kein Mensch hat so detaillierte Zeitpläne und To-Do-Listen? Zeitmanagement ist in vielen Kreisen unserer Bevölkerung nicht nur Trend. Sondern absolut erforderlich, um nicht den Überblick zu verlieren, sich nicht zu verzetteln oder schlicht- nicht verrückt zu werden.

Ich habe so und so ähnlich lautende Beiträge, auf meinen Recherchen für diesen Bloggpost in Massen gefunden. Diese Beiträge waren auch wirklich sehr hilfreich, um zu verstehen, wie abhängig unser Hormonsystem vom Einfluss der Lichtintensität ist. Es hat mich wirklich fasziniert und mir enorm geholfen, unseren Hormonhaushalt besser zu verstehen.


Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Aber was mir die ganze Zeit dabei nicht aus dem Kopf gegangen ist, war der persönliche Biorhythmus, den jeder..wirklich JEDER hat.


Es werden viele Diskussionen um diesen individuellen Rhythmus geführt. Es wird von Lärchen und Eulen gesprochen. Gemeint sind hier Menschen, die Früh einfach fitter, wacher und leistungsfähiger sind (Lärchen). Und die, die in den Abendstunden eher ihr Leistungshoch erreicht haben und den Morgen gern so spät wie möglich beginnen (Eulen). Es gibt aber auch andere Modelle, bei denen das Spektrum der Fauna erweitert wird auf Bären, Löwen, Wölfe und Delfine.


Chronotypen geben Auskunft über den persönlichen Rhythmus

Gemeint sind hier unterschiedliche Chronotypen mit unterschiedlichen Modellen. In diesen Modellen ist das jeweilige Leistungshoch gekoppelt an die innere Uhr im Menschen. Richtet man sich nach seiner inneren Uhr, ist Einem die Möglichkeit gegeben, sein inneres Potential voll auszuschöpfen. Arbeitet man allerdings dagegen, befindet man sich in einer Art Dauer-Jetlag. Völlig verständlich für mich. Und ein Segen- als Selbstständige kann ich meine Arbeitszeit so legen, wie es meinem inneren Rhythmus entspricht. Doch wer seine Arbeitszeiten nicht selbst bestimmen und flexibel gestalten kann, wird sich wohl oder übel seinen beruflichen Vorgaben beugen müssen- Biorhythmus hin oder her.


Wie sieht sie also aus, die perfekte Morgenroutine?

Ich könnte dir jetzt viele Tipps geben, die dir helfen, eher aufzustehen. Du könntest deinen (gestellten) Wecker weit entfernt von deinem Bett positionieren. Ein krasser Weckton ist immer hilfreich. Wie wäre es mit einer schönen Sirene, die dich an deine letzte ABC- Übung erinnert? Du könntest auch mit dem ersten Weckerklingeln ein Flutlicht in deinem Schlafzimmer angehen lassen.

Das ist natürlich überspitzt..aber mal ehrlich:


Ich habe eine schlechte Nachricht für dich!

Es gibt keinen fest definierten Rahmen. Keinen Ratgeber und keine Checkliste, die dich zu einer perfekten Morgenroutine führt.


Es gibt nur DEINEN Weg. Und den zu entdecken, kann eine wundervolle Aufgabe sein. Und das ist die gute Nachricht!




Finde deinen Weg, nimm dir Zeit, herauszufinden,was deinen Tag zu etwas ganz Besonderem macht.


Entwickle die Selbstliebe und die Aufmerksamkeit, die du selbst verdienst.


So findest du DEINEN Weg und so wird dein Tagesstart so, wie du es verdient hast: PERFEKT!