Motivation und Umsetzungskompetenz

Woher kommen unsere Motivationen und wie kannst du deine Selbstmotivation stärken?



Alles was einen Menschen dazu bringt, Dinge zu tun oder zu vermeiden, nennt man Motivation. Motivation ist eine unglaublich starke Energie, die sich aus inneren (intrinsischen) und äußeren (extrinsischen) Quellen speist. Deshalb unterschieden wir auch hier zwischen intrinsicher Motivation und extrinsicher Motivation.

Doch es braucht nicht nur inneren und äußeren Antrieb. Damit wir in der Lage sind, unsere Motivationen in Ziele und schließlich auch in greifbare Resultate umsetzten zu können, braucht es eine Weitere Energie. Willensstärke.


Quellen der Motivation

Für uns wichtig zu wissen ist, aus welchen Quellen wir unseren Antrieb speisen. Nach neusten Erkenntnissen gibt es vier Quellen der Motivation. Zwei davon entstammen dem intrinsischen und zwei demzufolge dem extrinsichen Bereich.


Wir unterschieden:


  • Motivation aus der Aufgabe- extrinisch

  • Motivation aus der Person- intrinisch

  • Motivation aus dem Anreiz- extrinisch

  • Motivation aus dem Umfeld- intrinsich

Volition- wie umsetzungsstark bist du?

In direktem Bezug steht die Volition, als so Fähigkeit eines Menschen, gesteckte Ziele und Motivationen umzusetzen und Resultate zu erwirken.

Wir alle kennen Menschen, deren Sätze zu großen Teilen bestehen aus: „Hätte ich…..dann…“, „Ich sollte…“, „Könnte ich…dann…“, „Ich müsste mal….“. Allerdings folgen diesen Feststellungen oft keine Handlungen. Menschen, die dazu neigen, mangelt es nicht an Motivationen. Sie kennen die Notwendigkeiten und Gründe. Und sie kennen meist auch die notwendigen Schritte. Aber sie finden nicht in Handlung. Denn ihnen fehlt die Willensstärke. Die Volition misst demzufolge die Fähigkeit, Ziele in Resultate und Erfolge umzusetzen. Es ist also die Umsetzungskompetenz eines Menschen.

Welcher Motivationstyp bist du?

Finde heraus, welches deine stärksten Antreiber sind. Die meisten Menschen finden ihre Motivation in folgenden Anreizen:


Motivation aus der Aufgabe:

Menschen mit dieser Hauptmotivation macht ihre Aufgabe einfach Spass. Nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ liegt hier der Fokus auf dem Meistern der Aufgabe und dem Wachsen daran. Beispiele sind der engagierte Verkäufer, der Kundengespräche führt und dabei meint was er sagt, ohne etwas verkaufen zu wollen. Oder der Musiker, der sein Instrument aus Freude spielt und nicht, um damit Geld zu verdienen.


Motivation aus der Person:

Wer seine Motivation vor allem in den verinnerlichten Denkmustern und Idealvorstellungen findet, zieht seine Kraft aus dieser Quelle. Seinen eigenen Maßstäben und Vorstellungen gerecht zu werden und sie zur Erfüllung zu führen, ist Motivation aus der Person heraus. Meist sind dies sehr idealistisch geprägte Menschen.


Motivation aus der Person:

Ohne Anreiz oder Grund geht bei diesen Menschen nichts. Es braucht, um in Handlung zu finden und Ziele erreichen zu wollen einen materiellen (Geld, Besitz, Statussymbole) oder immateriellen (Beförderung, Karriere) Grund. Das Ziel selbst tritt als Mittel zum Zweck eher in den Hintergrund.


Motivation aus dem Umfeld:

Die Motivation aus dem Umfeld bezieht sich meist auf Anerkennung und Wertschätzung. Auch der Erfolg eines Teams kann Quelle dieser Art der Motivation sein.



Mein Tipp: Finde für dich heraus, welcher Motivationstyp dir am ehesten entspricht. Bewusstsein ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg. Auch für deine Zielformulierungen ist es wichtig zu wissen, welches deine inneren Antreiber sind. Und wie du sie für dich und dem Erreichen deiner Ziele nutzen kannst.


Du wirst bemerken, dass sich die Motivationen und ihre Quellen manchmal mischen. Es kommt vor, dass unterschiedliche Lebensbereiche unterschiedlichen Motivationsquellen folgen. Aber meist sind es ein und die selben Antriebsfedern, die sich wie ein roter Faden durch unser Leben ziehen. Zum Beispiel wird eine Person, die ihre Motivation hauptsächlich aus dem Umfeld- also aus Lob, Anerkennung und Wertschätzung, bezieht, dies in den Lebensbereichen Beruf, wie auch im Beziehungs- und familiären Bereich vermerken.


Dieses Wissen ist keinesfalls stigmatisierend. Dir sollte bei der Auswertung deiner inneren Motivationen ganz klar vor Augen stehen: Alle vier Hauptmotivatoren sind starke und effektive Anreize, die dich auf dem Weg deiner Zielerfüllung unterstützen und dich durchhalten lassen.


Die Hauptantriebe des Menschen

Motivationsforscher haben die Hauptantriebe der menschlichen Motivation zusammengefasst. Sie haben das Potential, uns maximal zu fordern. Es sind Autonomie, Meisterschaft und Zweck.


Autonomie

Für Menschen, denen Autonomie sehr wichtig ist, steht Freiheit und Selbstbestimmung im Vordergrund. Wer mehrheitlich und Souverän seine Lebensinhalte und seine Biographie selbst gestalten kann, ist hoch motiviert. Im Gegensatz stehen Fremdbestimmung und das Gefühl der eigenen Ohnmacht. Gemeint sind hier nicht die Notwendigkeiten im Lebe, an denen wir unser Handeln orientieren müssen. Auch Hierarchien machen in vielen Momenten Sinn und müssen nicht zwangsläufig demotivierend wirken.


Meisterschaft

Lernen kann sehr großen Spass machen und ist ein starker Motivation. Die Fortschritte und Erfolge, die wir dabei erleben, wirken sich positiv auf unsere Willensstärke und die zielgerichtete Handlung hin zu unserer Zielsetzung aus.


Zweck

Wir sind eher bereit, Kraft und Energie für eine Sache aufzuwenden, die Sinn macht. Wenn wir wissen, wofür wir etwas tun, wenn wir skalierbare Fortschritte und Erfolge sehen, fällt uns dieser Weg viel leichter. Wir sind Motivierter, wenn unsere Aufgabe einem Zweck dient. Ausmachen lässt sich das daran, ob anschließend ein Unterschied zu spüren ist.


All diese Faktoren spielen eine Rolle in unserer Motivation. Das Wichtigste, was du daraus mitnehmen solltest ist folgende Erkenntnis:


Alles was du tust, sollte eine Bedeutung für DICH haben! Das ist dein eigener und dein stärkster Erfolgs-Motivator.


Der Weg der Selbstmotivation

Ich habe im Folgenden einige Tipps zusammen gestellt, die dich bei der Selbstmotivation unterstützen:


Ziele setzten

Kein Weg ohne Ziel! Ich habe dir bereits im Kapitel Ziele richtig setzten erklärt, warum eine konkrete Zielstellung erheblich zu deinem Erfolg beitragen wird und wie du messbare und realistische Ziele setzt.


Mindset

Negative Gefühle als Grundlage für deinen Veränderungsprozess zu verwenden, ist wie ein Haus auf Sand bauen. Achte daher auf eine positiv ausgerichtete Einstellung.


Demotivation abbauen

Es ist wichtig, klar zu erkennen, was dich demotiviert. Versuche diese Dinge abzubauen oder Ihnen zumindest mit einem Höchstmaß an Bewusstsein zu begegnen.


Motivation in der Handlung

Was motiviert dich? Sei mit mehr gelenktem Bewusstsein in deinem Veränderungsprozess verankert und überlege dir genau: Was sind die Dinge, die mich motivieren? Du erkennst sie daran, dass du diese Dinge einfach gerne tust und darüber die Zeit vergisst. Lege dir dafür am besten eine Liste an.


Motivation durch Gefühle

Positive Verbindungen und Gefühle sind der Schlüssel zu Veränderung. Verbinde deine Ziele, Handlungen und Aufgaben mit positiven Gefühlen und sie werden selbst zu Motivationen werden.


Motivation durch Visualisierung

Ein ganz starkes Tool ist die Visualisierung. Denn wie bereits erwähnt ist es deinem Gehirn egal, ob es etwas wirklich erlebt hat, oder du dir etwas intensiv vorgestellt hast. Glaubst du nicht? Dann lass dich auf ein kleines Experiment ein und stell dir einmal so konkret und genau wie möglich vor, wie es sich anfühlt, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wie fühlst du dich? Woran bemerkst du, dass du dein Ziel erreicht hast? Wie wird dein Leben sein? Na..merkst du was?

Übrigens gründet die berühmte Wunderfrage nach Steve de Shazer sich genau auf dieser Erkenntnis.


Motivation durch Belohnung

Belohnung ist ganz klare, greifbare Konditionierung und funktioniert. Statt gleich nach erreichen eines Zieles oder Zwischenzieles einfach weiter zu machen, solltest du dir Zeit für eine Belohnung nehmen. Mach es dir unbedingt zur Gewohnheit, dich für erreichte Ziele oder Teiletappen zu belohnen. Denn als Reaktion darauf wird dein Gehirn die Aufgabe mit etwas Positiven verbinden. Das hat das Potential, dich langfristig zu unterstützen, da hier deine inneren Motivationsblockaden dauerhaft abgebaut werden. Im Idealfall hast du die Belohnung schon bei der Zielsetzung festgesetzt.


Motivation durch Erinnerung

Im NLP ist die Technik des Ankerns sehr beliebt. Setzt du dir im Alltag kleine Erinnerungen, die du mit Erreichen deines Zieles verbindest, nutzt du genau diese Technik. Verwende kleine Erinnerungen, die du mit so vielen Sinneseindrücken wie möglich verbindest. Visuell kann dich ein Zettel am Spiegel oder ein Foto auf dem Schreibtisch motivieren. Akkustissch unterstützt dich vielleicht das Zusammenstellen einer „Motivations-Playlist“. Auch ein vorinstallierte Weckton kann dich an deine Ziele und Motivationen erinnern. Das alles ist Konditionierung- eine psychologische Grundlage. Nutz sie für dich und erinnere dich an deine Anreize.


Motivation durch Terminierung

Wer kennt es nicht? In Prüfungszeiten, kurz vor Abgabetermin funktionieren wir am besten. Gehörst auch du zu den Menschen, die auf Zeitdruck hin am effektivsten wirken? Dann setz dir terminierte Ziele und Zwischenziele. Auch wenn das Erreichen deines eigentliches Zieles nicht mit einem bestimmten Datum festgemacht werden kann, ist es möglich durch eine selbst gesteckte Deadline die Motivation aufrecht zu erhalten.


Motivation durch Stressmanagement

Bei aller vorhandenen Motivation solltest du deine Leistungskurve im Blick halten. Mach dir ganz bewusst, wieviel du an einem Tag realistisch und mit dem vollen Potential deiner Leistungsstärke erreichen kannst. Nutz dieses Wissen, um dir an einem Tag nicht zu viel vorzunehmen. Denn bist du erst einmal mitsamt deiner Leistungskurve eingebrochen, schaffst du dir selbst Misserfolge und Demotivation.


Mein Tipp: Motivation hängt zudem sehr stark mit der richtigen Zielsetzung zusammen. Darauf bin ich in einem der vorangegangenen Artikel bereits eingegangen.



Wenn du jetzt sagst:

  • Ich möchte etwas in meinem Leben ändern

  • Ich möchte wissen, wie man mit modernen Techniken Ziele aufstellt, Motivationen findet und seine eigenen Ressourcen nutzt

  • Ich möchte diesen Schritt, mit einer kompetenten Begleitung und auf mein Leben abgestimmt, gehen

  • Ich möchte mein Leben nachhaltig verbessern und hätte dafür gerne einen Leitfaden

…Dann sollten wir uns kennenlernen. Mach HEUTE den ersten Schritt. Wenn du möchtest, gerne mit einem kostenlosen Erstgespräch.


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