Warnow-Dierhagen-Bock am Gellenstrom- Kloster auf Hiddensee

Die ersten Stationen unserer Reise befinden sich auf der Rostock-Rügen-Route. Das SUB kommt nicht so oft ins Wasser, aus gutem Grund...

Wilde Romantik gibts auch an deutschen Stränden. Mit dem SUB sind die weiten Strände bei Wellengang eher für sportliche Pappöer geeignet. Bei ruhigem Wetter finde ich sie etwas eintönig. Der Bodden hat sehr viel zu bieten und ist ein abwechslungsreiches Gebiet für Wassersportler- aber hier müssen die Naturschutzgebiete und die Einhaltung der Beschwänkungen unbedingt beachtet werden! Wer das tut, bewegt sich hier wunderbar im Einklang mit wild-schöner Landschaft und einzigartiger Natur.


Der Rostocker Warnowkanal-Alter Strom

Wer aufAbwechslungsreichtum beim paddeln setzt und Industieromantik bestaunen möchte, ist hier genau richtig. 

Rings um den gerberbruch findet sich ein schönes, grünes, schilfiges Paddelgebiet, auf dem auch in Stadtnähe Naturbewundert werden kann. Es ist zudem ein gutes Gebiet, um sich einzupaddeln undviellkeicht nach längerer Pause wieder gut auf dem Bord anzukommen. 



Ich empfehle hier besonders den Museumshafen von Rostock. Hier lässt sich Traditionsschifffahr noch live erleben. Es ist eine Freude, an den betagten, aber liebevoll restaurierten Booten entlang zu paddeln. Der Museumshafen hat in diesem Jahr seinen 30. Jahrestag gefeiert und ist somit eine alt eingesessene Institution, bei der sch ein Besuch lohnt.



Die Midsommer hat ihren Heimathafen im Rostocker Museumshafen gefunden. Für die nächsten 3 Monate wird sie unser zu Hause sein.




Die Warnow selbst ist Fahrwasser für Sportboote, Motorboote, Fähren, riesige Ozeandampfer, Frachtschiffe und allerlei Berufsschifffahrt. Gesäumt wird das Gebiet von den typischen Werftgeländen mit ihren Kränen, Trossen, Docks und Hallen. Hier wird paddeln nicht langweilig, allerdings sollte man ein wachsames Auge auf die Schiffahrt haben. ich

Am Schantermann, einem angrenzenden, kleinen Gebiet kurz vor den Mohlen findet man verträumte Kanäle, einfaches Paddelgebiet und mehrere Plätze zum Rasten. Der kleine Sportboothafen am Schnatermann ist schön wild und die Segler hier durchweg freundliche Gesprächspartner für einen Schnack an der Kaikante. 


Dierhagen Strand

Vorbei am wunderbaren Nothafen segeln wir die Midsommar ein und ankern für die erste Nacht unserer Reise am Dierhagerner Strand. Für SUP-Fahrer und Paddler ist dies ein gutes Gebiet, um sich mit dem paddeln auf dem Meer vertraut zu machen. Schnell findet man den Rhythmus, derdas Bord samt Paddler über die Wellen trägt. Erst beim Paddeln auf dem Meer wird man eins mit seinem Bord- finde ich und genieße gerne auch die etwas höheren Wellen. Der Sandstrand mit sienen vielen liebevollen Strandbars und Imbisshäuschen ist ein schöner Ort, um die Seele baumeln zu lassen.


Gellenstrom-Bock-Kloster auf Hiddensee

Unser nächster Stop ist Hiddensee. Wir ankern am Bock, gleich hinter dem Gellenstrom. Schon beim Einfahren jucken mir die Finger und ich stelle mir die vielen Stunden vor, die ich hier auf dem Wasser in dieser einzigartigen Landschaft verbringen kann.

Doch schon ein Blick in die Seekarte bei der Suche nach einem geeignetem Ankerplatz zeigt- die Naturschutzgebiete und auch die Fahrverbote haben sich seit unserem letzten Besuch erheblich ausgeweitet.

An vielen Stellen ist das Befahren der Boddengewässer seit Jahren verboten. Jetzt- so stelle ich bei genauerer Recherche fest- haben sich diese Gebiete nenneswert vergrößert. Das Befahren ist an vielen Stellen auch ummotorisierten Freizeitsportlern nicht mehr gestattet. Für Sportler gibt es ausgewiesene Plätze, an denen ausdrücklich Raum für Kiten und ummotorisierten Wassersport eingeräumt wird. Ein bisschen wehmütig starre ich auf die einladende Wasserfläche.

Doch bei einem Landgang entdecken mein Sohn und ich den wunderschönen Wanderweg hinauf zum Turm bei Klausdorf. Der Rundumblick, der sich uns bietet, entschädigt uns für die entfallene Paddeltour. Beim Besuch in der Ausstellung unter Verwaltung des Naturreservates, erfahren wir auch- auf Spendenbasis- das breit angelegte Fahr- und Ankerverbote äußerst gerechterigt sind. Kindgerechte, äußerst anschauliche und interaktive Informationsquellen berichten uns von der Einzigartigkeit und der Schutzbedürftigkeit dieses Gebietet.




Der Aussichtsturm bei Klausdorf bietet auch bei schlechtem Wetter eine tolle Aussicht. Hier sind auch Robbensichtungen möglich.





Raum für interessante Naturbeobachtungen bietet das Naturreservat- nicht nur vom Wasser aus!



Ein wunderbares Beispiel dafür, dass uns nicht automatisch jeder Raum zusteht. Und eine gute Übung in Demut. Ich weiss das sich viele Sportler, Segler und Motorboot-Fahrer darüber ereifern, „dass da jetzt gar nichts mehr erlaubt ist“. Meinem traurigen Sohn habe ich erklärt, dass die Tiere und Pflanzen, die hier leben, eben keinen anderen Lebensraum haben. Dass sie nicht einfach umziehen können, wenn es ihnen nicht mehr gefällt und sie in ihrem Heim nicht mehr leben können. Und dass wir die Natur in ihrer Einzigartigkeit noch nie so einfach schützen konnten- wie einfach mal nicht zu paddeln.

Er hat das verstanden- mit seinen 5 Jahren.


Kloster auf Hiddensee


Der gut besuchte Hafen mit seiner Segler- und Wassersportlerfreundlichen Versorgungslageist ein guter Ausgangspunkt für Paddeltouren. Doch auch hier gilt: Achte die Natur! Karten mit den aktuellen Befahrensverbotenfinden sich an vielen Orten und sollten von Wassersportlern verantwortungsbewusst eingehalten werden. 

Dafür gibt es an Land einziges zu entdecken. Hiddensee ist durchzogen von wundervollen Wanderwegen. Und wer den kleinen Aufstiegzum leuchtturm nicht scheut, wird mit einer einmaligen Aussicht belohnt. Wir hatten gute Sicht und konnten sogar bis Mon in Dänemark sehen. 



Seltene Pflanzen lassen sich auf dem Weg den Dornbuch hinauf bestaunen. Für schmales Geld kann man den 1888 erbauten Leuchturm besteigen- es lohnt sich. 






Wie es zu unserer phantastischen Reise auf der Midsommar kam, erfahrt ihr HIER! Es lohnt sich, dran zu bleiben. Unsere Segeltour führt uns die Ostküste Schwedens hinaufund bis nach Gotland. das SUB ist dabei stämdig im Einsatz. Viele kleine Reiseberichte bieten kurzweilige Informationen für Wassersportler, SUB-Fahrer und Segler in diesen Gebieten. Melde dich HIER für den Newsletter an und verpasse keinen Blogeintrag zu den Themen Yoga, Reisen, Ernährung und Gesundheit! 

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