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Wege aus der Stressfalle

7 wirksame Tipps, Stress zu verhindern und Burnout zu vermeiden


Stress auf der Arbeit, Stress zu Hause, Stress in der Beziehung- sogar Stress in der Freizeit. Stress ist allgegenwärtig. Vom Top-Manager, bis zur Mutter, dem Schüler, dem Großvater in Rente, jeder redet von Stress. Und hat damit recht!

Denn die Anforderungen des Lebens in unserer schnellen und leistungsorientierten Gesellschaft sind hoch und erfordern absoluten Einsatz.

Oft kommen Mehrfachbelastungen hinzu. Regeneration ist in den Hintergrund gerückt und wird so lange vernachlässigt, bis sie schlicht nicht mehr zu erreichen ist. Warnsignale unseres Körpers haben wir gelernt zu unterdrücken oder beiseite zu schieben. Doch die sendet der Organismus nicht umsonst- denn die Gefahr, in die sogenannte Stressfalle zu geraten, ist groß.


Positiver und negativer Stress

Eigentlich ist Stress eine gute Erfindung und hat dem Menschen, besonders in den Anfangsjahren seiner Existenz auf diesem Planeten, sein Überleben gesichert. Der urzeitliche Mensch hatte auch so seine Probleme- Nahrungsbeschaffung stand ganz oben auf der To-Do-Liste. Die Notwendigkeit ist nicht von der Hand zu weisen, denn die Folgen bei Versagen waren schwerwiegend. Und das nicht nur für ihn. Denn im Gegensatz zu heute war seine Umfeld noch voller Wesen, die eine ähnliche To-Do-Liste hatten. Und nicht selten stand da der Mensch selbst auf dem Speiseplan.

Versetzen wir uns kurz gedanklich in die Lage eines menschlichen Exemplars der Frühzeit.


Du stiefelst durch den Wald, immer achtsam, immer auf der Suche nach Nahrung. Es raschelt im Schachtelhalmwald und dir gegenüber steht plötzlich ein riesige Säbelzahntiger. Das ist Stress- ganz eindeutig. Doch was passiert in deinem Körper?


Stressreaktionen

Du siehst das riesige Tier und bewertest die Situation für dich. Irgendwo in dir blinkt ein rotes Licht- Lebensgefahr! Der Stress den du dadurch in Gang setzt, ist eigentlich eine riesige Palette an Hormonen, die ausgeschüttet werden. Dein Körper und dein Geist werden vorbereitet auf Flucht oder Kampf. Dein Puls steigt, wie auch dein Blutdruck. Deine Atmung wird schneller, um dich mit mehr Sauerstoff zu versorgen. Alle deine Sinne werden schärfer. Deine Muskeln spannen sich an. Durch den Cocktail an Stresshormonen und körperlichen Reaktionen wird alles in dir mit Energie versorgt. Du bist hellwach, dein Geist ist klar und du kannst blitzschnell reagieren.

Kleiner, gedanklicher Sprung in Raum und Zeit- HEUTE


...fällt deine Reaktion auf Stress noch genauso aus. Schneller Atem, höchste Anspannung, höchste Muskelaktivierung, hoher Puls, hoher Blutdruck. Absolute Wachheit, geschärfter Geist.

Statt eines Säbelzahntigers steht heute deine Chefin vor dir. Aber eben nicht nur die, denn während die urzeitlichen Exemplare unserer Gattung nach Flucht oder Kampf eine lange Zeit der Regeneration genießen durften, geht es bei uns nach dem Chefgespräch gleich weiter. Unsere Gesellschaft ist nicht auf Regeneration ausgelegt- sondern darauf, permanent erreichbar zu sein, immer in Aktion zu treten, immer zu reagieren und das möglichst immer in Höchstform. Und das zieht sich durch all unsere Lebensbereiche.


Der Organismus steckt also in einer Art Dauer-Alarm-Zustand fest. So als würden wir IMMER einem Säbelzahntiger gegenüber stehen. Oder unserer Chefin.

Es fehlt das innere Ventil, den Druck abzubauen. Die fehlende Regeneration macht sich erst langsam bemerkbar:

  • erhöhter Puls

  • Verspannungen, insbesondere im Bereich von Nacken, Schultern und Rücken

  • Kopf- und Rückenschmerzen

  • innere Unruhe

  • Konzentrationsstörungen

  • gesteigerte Reizbarkeit


Wir ignorieren unsere Warnzeichen, denn wir haben gelernt, die „Pobacken zusammen zu kneifen“ und weiter zu machen. Aus dem positivem Stress (Eustress genannt), der uns unterstützt, ist Disstress geworden- negativer Stress, der uns krank macht. Statt klar und fokussiert zu sein, haben wir das Gefühl, an tausend Ecken gleichzeitig zu kämpfen, tausend Dinge noch erledigen zu müssen und das alles mit Abgabetermin: sofort. Oder gestern. Denn obwohl wir kämpfen und kämpfen, merken wir wie uns die Situation immer mehr entgleitet. Wir fühlen uns bedroht und überfordert. Wir SIND es. Denn wir wissen, die anstehenden Aufgaben werden wir nur schaffen, wenn wir alles geben. Wenn wir noch mehr Kraft investieren. Aber irgendwann ist jede Kraft einmal zu Ende.


Stress ist keine Krankheit, kann aber ernsthaft krank machen

Körper und Seele geraten aus dem Gleichgewicht. Die Folgen sind sowohl körperlich, wie auch emotional zu spüren. Die Symptome verschärfen sich:


  • Erschöpfung

  • Müdigkeit

  • Antriebslosigkeit

  • Schlafmangel durch Schlafprobleme

  • starke Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit

  • innere Unruhe und Nervosität

  • erhöhte Reizbarkeit

  • Festigung negativer Gedankenmuster

  • Antriebsschwäche und fehlende Motivation

  • Einschränken von Sozialen Kontakten

  • Einstellen von Freizeitaktivitäten, Verlust von Hobbys und Vorlieben

  • Vernachlässigung von eigenen, seelischen und körperlichen Bedürfnissen


..um nur einige zu nennen